Unsere Geschichte
Warum wir Yabeesy Care gegründet haben
Yabeesy Care begann mit einem ganz persönlichen Moment in der Familie.
In einem Sommer kehrte meine Mutter für eine Weile in ihre Heimatstadt zurück. Dort war es kühler. Sie konnte in einen kleinen Innenhof hinausgehen, die frische Luft genießen und sich viel freier bewegen, als es in einer Wohnung in einem städtischen Hochhaus möglich gewesen wäre.
Es gefiel ihr dort sehr.
Doch nach mehreren Regentagen wurde der Innenhof rutschig. Als sie eines Tages einen Telefonanruf entgegennahm, verlor sie das Gleichgewicht und stürzte. In diesem Bruchteil einer Sekunde schützte sie zwar ihr Telefon – landete jedoch unsanft auf ihrer Schulter.
Ihre Schulter war gebrochen.
Als ich sie aus dem Krankenhaus nach Hause brachte, fielen mir plötzlich Dinge auf, denen ich zuvor nie genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
Ein ganz normales Oberteil war plötzlich keine einfache Angelegenheit mehr.
Einen Ärmel anzuziehen bedeutete, einen schmerzenden Arm bewegen zu müssen.
Das Umziehen dauerte wesentlich länger.
Selbst kleinste Bewegungen mussten im Voraus geplant werden.
Sogar Hilfe anzunehmen, konnte sich unangenehm anfühlen, da sie nach wie vor Wert auf ihre Privatsphäre legte.
In diesem Moment wurde mir klar: Nach einer Operation findet die Genesung nicht nur im Krankenhaus statt. Sie findet zu Hause statt, in ganz gewöhnlichen Zimmern, bei alltäglichen Abläufen und mit ganz normaler Kleidung.
Und manchmal macht genau diese normale Kleidung die Genesung nur noch schwerer.
Was wir erkannt haben
Wir haben gelernt, dass viele Hürden während der Genesung in den kleinen Details stecken.
Ein Shirt, das über den Kopf gezogen werden muss, erfordert oft ein zu starkes Anheben des Arms. Ein Ärmel kann sich im unpassendsten Moment verfangen. Ein Hosenbund kann genau dort drücken, wo der Körper noch empfindlich ist. Ein Reißverschluss, eine Naht oder eine Kante kann die Haut auf unangenehme, reizende Weise berühren. Selbst wenn eine Pflegeperson in der Nähe ist, um zu helfen, möchte die betroffene Person im Genesungsprozess oft bedeckt bleiben und ein Gefühl der Selbstbestimmung bewahren.
Diese Momente übersieht man von außen leicht.
Aber wenn man jemandem nach einer Operation beim Anziehen hilft, fallen sie einem sofort auf.
Man bemerkt das kurze Innehalten vor jeder Bewegung.
Man bemerkt das Zögern, bevor überhaupt nach Hilfe gefragt wird.
Man bemerkt, wie viel Kraft und Anstrengung in einer einfachen Alltagsroutine stecken können.
Genau das wurde zum Ausgangspunkt für Yabeesy Care.
Wir begannen, Kleidung völlig neu zu überdenken – nicht bloß als etwas, das gut aussehen muss, sondern als eine funktionale Lösung, die das Ziehen, Heben, Bücken, Strecken und unnötige Schmerzen während der Erholungsphase spürbar reduzieren kann.
Woran wir glauben
Wir glauben, dass Menschen in der Genesungsphase Kleidung verdienen, die das tägliche Leben erleichtert und nicht erschwert.
Niemand sollte mit einem Shirt kämpfen müssen, wenn die Schulter schmerzt. Niemand sollte sich entblößt fühlen müssen, wenn Hilfe benötigt wird. Niemand sollte sich zwischen medizinischer Zugänglichkeit und dem Gefühl, man selbst zu sein, entscheiden müssen.
Bei Yabeesy Care entwerfen wir adaptive Genesungskleidung basierend auf echten Alltagssituationen: Das Anziehen nach einer Schulter-OP, das Management von Drainagen nach Brustoperationen, das leichte Erreichen eines Ports oder PICC-Katheters, das Warmhalten während der Behandlung oder die Auswahl von Hosen, die nicht auf einen empfindlichen Bauchbereich drücken.
Unser Ziel ist einfach: Die Genesung ein Stück weit erträglicher, weniger unangenehm und im Alltag spürbar leichter zu machen.
Yabeesy Care existiert, weil Genesung im echten Leben stattfindet – zu Hause, in vertrauten Räumen, im Kreise der Familie und in jenen Momenten, in denen ein kleines bisschen mehr Komfort einen riesigen Unterschied bedeuten kann.
Genau für diese Momente entwickeln wir unsere Mode.